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Monschau, die Premiere

Von Martin

"Die Premiere" oder auch "Alte Knochen in neue Särge"
Bericht zum Monschau Marathon am 12.08.2007 von Elke&Martin

Die Idee "Lass uns doch einen Marathon laufen..." stand schon länger im Raum.
Dazu muss man sagen, dass Elke schon einige Zeit, aber eher wenig systematisch und nicht unbedingt wirklich regelmäßig gelaufen ist.
Für meinen Teil hatte ich schon Erfahrung in einem früheren Leben über diese Distanz und auch mehr sammeln dürfen.

Am 12.08.2007 sollte es dann in Monschau soweit sein.

Kein großer Stadt-Marathon, vom Profil her nicht ganz flach (ca 760 Höhenmeter – schluck -)
ein überschaubares Starterfeld und dazu eine absolut tolles Panorama.
Ziel: In einer Zeit zwischen 4 und 5 Stunden ohne bleibende Schleifspuren und wirklich ernsthafte Probleme bewältigen. Ein Erfahrungslauf halt:

- Wie fühlt sich Marathon an?
- Wie komme ich über die Strecke?

Dennoch, Fragen wie:
a) haben wir genügend trainiert ?
b) die Höhenmeter unterschätzt

c) wird sich mein Körper an das was er schon einmal getan hat, erinnern?
trieben Elke und mich schon um.

Folgende "Marschroute" wurde geplant 6:00-6:15 min/KM gefühlte Intensität.

- Flach / Bergab: 06:00 - 06:15 min/KM Tempo.
- Bergauf: Langsamer (halt 6 min/KM Intensität und nicht Tempo)

Gegen 05:00 Uhr aufgestanden, Iris nach einigen "Irritationen" Fasanenweg statt Farnweg (tsss woran Elke dabei wohl gedacht hat?) eingesammelt, ging es um 05:45 effektiv los.
Zwischen 07:00-07:30 Ankunft und Treffen mit den anderen MUTlern, Nachmelden, Anziehen, die Toiletten aufsuchen, etwas Vaseline auf die empfindlichen Stellen und ab zum Start.

Um 08:00 Uhr der Start. Jetzt gab es kein zurück mehr. Ein Aussteigen, insbesondere beim ersten Marathon ist nicht vorgesehen (Es sei denn es passiert wirklich etwas).

KM 1-5 : Abschüssige Strecke, KM 5 Durchgangszeit 30:02:51 Minuten. Passt!

KM 7,5-11 : Der ersten moderaten Anstiege. Durchgangszeit 01:07:10 Stunden. Geht wie ein Uhrwerk ;-)

KM 12-14: Die erste große Prüfung, die mächtigste Steigung der Strecke, nach dem Holderbachtal. Holla! Nur nicht überzocken 06:41 Minuten auf den Kilometer (das erste steile Stück nach der Brücke gegangen. Es sollte auch das einzige Stück bleiben). Uli hat doch recht mit seinem Training in Bödingen und im Siebengebirge.
KM 14-22,5 Es rollt. Der sonnige Teil der Strecke. Zeit sich nach den eher kalten ersten KM etwas aufzuwärmen.

KM 22,5- 28: In Erwartung einiger heftiger Wellen – die gar nicht so heftig sind- und anschießendem Anstieg, reift in mir die Gewissheit das der Lauf, wenn nicht etwas wirklich unvorhergesehenes passiert, nicht mehr von der Fahne geht.

KM 28 - 34: Langsam bergab und Kräfte sammeln für den zweiten schweren Anstieg (Leyloch) der uns ab KM 34 bis 35,5 erwartet. Mit einigen anspornenden Worten wird diese Steigung laufend genommen. An der Steigung versteht Elke nun was gemeint ist, wenn es heißt "Marathon fängt ab KM 30 erst wirklich an"

KM37,5 - 41: Kräfte sammeln für die letzte Steigung vor dem Ziel. Es rollt schwerer. Langsam aber sicher ist mentale Stärke gefragt.

KM 41 - Ziel: Nachdem der letzte Anstieg eigentlich schon im Sack ist, will Elke wandern! Ich glaube es nicht… 400 Meter vor dem Ziel! Ich mache mir unwirsch Luft das dass jetzt wohl gar nicht geht... und wir biegen (weiterhin laufend) auf die Zielgerade ein.

Geschafft! Mit genau 04:22:00 Sunden (06:12 Minuten/KM Durchschnittsgeschwindigkeit) kommen wir zeitgleich ins Ziel. Schon müde, aber keineswegs wirklich am Ende der Kräfte.

Und, wie war es?

Eine absolut erfolgreiche Premiere für Elke und ein Leistung und Erfahrung, auf die sie wirklich stolz sein kann!
Aber auch meine alten Knochen passen noch ganz gut in die neuen Särge. Eine neue Erfahrung mal nicht an der persönlichen Leistungsgrenze knabbern zu müssen, sondern einfach einen langen Lauf zu genießen.
Der nächste Start wird vielleicht im Oktober in Köln sein. Schauen wir mal.